Bienvenidos a Sevilla

Veröffentlicht auf von Susa

Nach meinen ersten, sehr anstrengenden, Tagen sitze ich gerade entspannt in meiner neuen Wohnung und habe gedacht: da schreibe ich doch mal meinen ersten Blog-Eintrag. 

 

Als ich Samstag abend um kurz nach 21 Uhr im Hostel ankam, wurde mir schlagartig bewusst, dass ich ja nichts zu essen für den Abend und den ganzen nächsten Tag hatte. Zum Glück gab es aber einen Supermarkt in der Nähe, der noch geöffnet hatte. Also bin ich schnell hin und hab es zumindest noch geschafft, mich vor dem Verhungern zu retten. 

 

Am nächsten Morgen ging es dann gleich auf Wohnungssuche. Aber ich war wohl eine von denen, die nicht ganz so viel Glück dabei hatten. Bisher hab ich noch von keinem anderen Erasmus-Studenten gehört, dass er sich 11 Wohnungen angeschaut hat. Unter den 11 gab es bei mir auch nur zwei, in denen ich mich wohl gefühlt hätte. Bei der ersten hat mir leider der Vermieter abgesagt, nachdem er mich 5 Stunden hingehalten hat - und in der anderen wohne ich jetzt. Aber ich glaube, ich kann doch ziemlich zufrieden sein. Ich wohne jetzt so, dass ich ganz gut zur Uni und ins Stadtzentrum komme. Ins Zentrum brauche ich zu Fuß etwa 20 Minuten (vielleicht ein bisschen weniger, aber ich hab noch nie gestoppt) und zur Uni etwa 15 Minuten mit dem Fahrrad. Zu Fuß ist es dahin leider zu weit, aber es gibt auch keinen Punkt in der Stadt, von wo aus man in kürzester Zeit hinlaufen könnte. Sie liegt auf der anderes Seite des Flusses, und das nächste Wohnhaus liegt 20 Minuten von ihr entfernt. Immerhin darf ich jetzt jeden Morgen an einem Vergnügungspark vorbeifahren. Aber bis dahin ist noch Zeit, denn die Uni beginnt erst am 27. September. 

 

Jetzt aber noch einmal zurück zu meiner Wohnung. Das Haus steht am Rande des historischen Kerns, in meiner Umgebung stehen also noch ganz viele süße Häuser und es sind alles Straßen mit Kopfsteinpflaster, durch die so eben ein Auto passt. Daneben kann meistens so grade noch ein Fußgänger stehen. Bürgersteige sind ungefähr 30 cm breit, wenn es überhaupt welche gibt. Glaubt mir, es war ein Spaß mit meinen Koffern vom Hostel hierher zu kommen...

 

Die Wohnung ist sehr schön eingerichtet - eigentlich eher deutscher Standard und deutlich besser, als das, was man in den meisten Zimmern zu sehen bekommt. Die Wohnung hat mein Mitbewohner aber auch für sich eingerichtet und nicht irgendein Vermieter für uns. Schaut es euch einfach an: 

DSC01061 Unsere Wohnküche,

 

DSC01059-Kopie-1.JPG mein Zimmer,

 

DSC01062 das Bad (ich glaube, das sind die wichtigsten Räume).

 

Ich denke, hier werde ich es ganz gut 6 Monate lang aushalten. 

Achso, der Mitbewohner: ich wohne hier zusammen mit einem Spanier, der sehr sympathisch wirkt. Ich glaube, das Zusammenleben wird sehr entspannt, auch wenn wir mit Sicherheit nicht beste Freunde werden.

Das war es für heute aus Sevilla - ich gehe jetzt Tapas essen!

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